Vor 11.600 Jahren:
Die Gesetze des Kosmos lügen nicht. Ein Komet rast auf die Erde zu. Der Weltenbrand wirft seine Schatten voraus. Droht das Ende einer sternengelehrten Hochkultur?
Hinter den Masken der Archonten lauert ein uralter Wahn.
Zwillinge, aufgewachsen bei Schamanen. Eingeweiht in das Erbe der Urahnen und die Bahnen der Sterne. Silbermond und Goldsonn sind untrennbar – bis das Fundament ihres Daseins zerbricht. Spaltung. Zwei Lebenswege durch Sümpfe aus Lügen, die wie Wahrheit klingen, und Wahrheiten, grausamer als jede Lüge.
Was wiegt am Ende schwerer: die Verbindung des Blutes oder der Glaube, der sie entzweit?
Im Verborgenen wächst ein Verderben. Ur erklärt sich selbst zum Anfang aller Dinge. Er kennt nur ein Gesetz: Gehorsam oder Zerstörung. Seine Krieger vernichten das Gedächtnis der Menschheit. Macht und Manipulation – ein Plan zur ewigen Unterwerfung der Stämme.
Was bleibt von einer Zivilisation, wenn die Lüge älter ist als die Erinnerung?
Die ältesten Mythen erzählen von einer Welt, die anders war, als wir sie kennen
Ein Maß, das sich um die ganze Erde spannt, ein Rhythmus großer und kleiner Zeitalter, verewigt in Granit
Zwei Brüder wollen einander retten
Ist das Band der Zwillinge stärker als der Glaube, der die Stämme entzweit?
Silbermond glaubt nur, was er berühren kann. Bis er etwas findet, das sich nicht anfassen lässt
Der Fluch verbotener Erinnerungen: Was die Stämme vergessen sollen, besiegelt sein Schicksal
Jeder Verlust treibt ihn näher an die verborgene Wahrheit – und entfacht einen Zorn, der alles zu überschatten droht, was ihn einst ausmachte
Seine Reise führt durch eine untergehende Welt – und tief in sein eigenes Inneres
Hinter der Schakalmaske verbirgt sich ein Mann, der absolute Unterwerfung fordert und keinen Widerspruch duldet
Ur führt eine Horde an, die keine Gnade kennt. Stämme fallen. Heiligtümer brennen. Das Erbe der Ahnen wird ausgelöscht
Wer er wirklich ist und was ihn dazu gemacht hat, ist sein bestgehütetes Geheimnis. Selbst vor seinen Vertrauten
Urs Ziel ist weit mehr als die Gier nach Land: Er will sich selbst zum Gott erheben und einen neuen Menschen erschaffen – ohne Erinnerung an die Vergangenheit
Ordnung, Pflicht, das Wohl der Sippe – das sind die Werte, die ihm Halt geben
In die Leere nach der Trennung von Silbermond drängt sich ein charismatischer Retter, der einen neuen Glauben predigt – und dafür die Abkehr vom Wissen der Urahnen fordert
Blut, Schweiß und Opfer bringen Goldsonn dem Ziel näher, die Stämme zu führen – zerrissen zwischen Treue zur Lehre und Verrat an den eigenen Ahnen
Jede Entscheidung, die er trifft, stellt diesen Zwiespalt aufs Neue auf die Probe